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Geschichte des Theaters im Hof

 

Das Theater hat im Ritterhaus Bubikon eine lange Tradition. Eigentlich sind Theater und Ritterhausgesellschaft Bubikon untrennbar miteinander verbunden:

1936 wurde das Kreuzritterspiel aufgeführt, ein Stück, verfasst von Jakob Hauser, Redaktor beim “Zürcher Oberländer”. Ein ganzes Dorf engagierte sich für diese Freilichtaufführung, der ein grosser Erfolg beschieden war - so gross, dass mit dem Gewinn die Basis der Ritterhausgesellschaft Bubikon gelegt werden konnte. Es gelang, das Haus, das sich in Privatbesitz befand, zugunsten der Ritterhausgesellschaft Bubikon zu erwerben.

Kreuzritterspiele im Jahr 1936


1992 begann die moderne Theaterzeit. Dr. Reinhart Spörri, Gründer und Leiter Theater Kanton Zürich, verfasste ein modernes Festspiel, das die Geschichte des Hauses zeigte, die wichtigsten Stationen, Episoden und Entwicklungen aufleben liess, wobei es sich in weitem Rahmen an das ursprüngliche Kreuzritterspiel anlehnte. Wieder engagierten sich viele Bubiker für das Spiel, nebst rund 80 Spielerinnen und Spieler war der ganze Musikverein Bubikon und die Feuerwehr bei jeder Aufführung im Einsatz. Als Produzent wirkte Hans-Peter Frei, der auch den Johannes Stumpf spielte.

2000 war das Geburtsjahr des Theater im Hof mit Tischgespräche. Ein Jahr vorher wurde das neu renovierte Museum eröffnet und bei der Gelegenheit wurde das Konzept des Theater im Hof von Reinhart Spörri und Hans-Peter Frei erfunden. Spörri verfasste das erste Spiel, das von den Fastenregeln berichtete und das als “Esstheater” konzipiert war. So genossen die Gäste ein zeitgenössisches Viergangmenu, während die Spieler sich als Johanniter mit Forellen, Bibern und anderen eher fremden Speisen herumschlugen.

2001 folgte mit Orden im Umbruch wieder ein Stück von Reinhart Spörri, das den Zuschauer mit der Geschichte des Ordens bekannt machte und insbesondere zeigte, was in den Reihen der Ordensangehörigen vorgegangen sein musste, als sich die Neuzeit ankündigte und sich damit jeder Johanniter mit den Ideen der Reformation auseinandersetzen musste. Konzeptionell wurde ein etwas anderer Weg beschritten, indem sich die Zuschauer an verschiedene Standorte begaben, wo die einzelnen Szenen gespielt wurden.

2003 folgt Hoher Besuch, das erste Stück von Hans-Peter Frei, der als Präsident und langjähriges Vorstandsmitglied der Ritterhausgesellschaft Bubikon eine besonders enge Beziehung zu diesem Haus hat. Das Stück zeigt einen Besucher aus Heitersheim, der die Kommende Bubikon zu visitieren hat. Dabei sollten auch die Eigenleute des Ritterhauses zu ihrem Recht kommen und der Zuschauer lernt viel über das Verhältnis des Ordens zu seinen Leuten, lernt Fall und Lass kennen, das Erbrecht und das Nachjagerecht.

2005 folgt Im Dienste der Herren Kranken, ebenfalls von Hans-Peter Frei, der mit seinem Ensemble die mittelalterliche Medizin zeigt, die Methoden der abendländischen Heiler einerseits, zum Andern aber die weit entwickelte Medizin der Araber, die von den Kreuzrittern nach Hause gebracht wurde.

2007 folgt Sittenmandat und Glaubenskrieg. Der Zuschauer erlebt Bubikon am 11. Oktober 1531 und damit den Tag der zweiten Schlacht bei Kappel. Die Zürcher haben es versäumt, ihre Truppen zu mobilisieren und geraten nun in Zugzwang. Während in Bubikon die Angehörigen des Fähnli rekrutiert und an den Langspiessen ausgebildet werden, findet ennet dem See bereits die Schlacht statt, die Zürich verliert.

2009 folgt das Stück mit dem Titel Der Zehntenmord. Die Bauern bringen den Zehnten, es wird gefeilscht und gestritten im Hof des Ritterhauses. Gleichzeitig ist auch der Grossprior aus Heitersheim angereist. Plötzlich findet eine Magd einen Toten in der Scheune ... und der Schaffner muss einen Mord aufklären.

2011 spielten wir erneut das Stück Hoher Besuch. Das Stück zeigt einen Besucher aus Heitersheim, der die Kommende Bubikon zu visitieren hat. Dabei sollten auch die Eigenleute des Ritterhauses zu ihrem Recht kommen und der Zuschauer lernt viel über das Verhältnis des Ordens zu seinen Leuten, lernt Fall und Lass kennen, das Erbrecht und das Nachjagerecht. Regie: Hans-Peter Frei.

2013 Mit der Bubiker Hexe gelangte ein neues Stück zum Thema Hexenverfolgung zur Uraufführung. Das historische Drama um das Jahr 1589 nahm seinen Anfang mit der unerwiderten Liebe des Verwalters zur Magd Dorothea. Als der niederen Magd der plötzliche Tod einer Kuh und ein Hagelwetter in die Schuhe geschoben wird, sieht sich Dorothea vorschnell der Hexerei beschuldigt. Der Landvogt selbst führte den Prozess um Liebe, Eifersucht, Hass und den Sieg der Vernunft. Regie: Hans-Peter Frei.

2015 Brach im Mittelalter eine Seuche herein, so fasste man sie als göttliches Strafgericht auf. Das Stück Heiler, Helfer, Höllenqual handelt vom Kampf einiger barmherziger Christenmenschen gegen die Geisseln der damaligen Zeit. Eindrücklich werden die Erlebnisse eines reisenden Priesterschülers im Spital des Ritterhauses Bubikon um das Jahr 1220 geschildert. Regie: Dani Schärli.

2017 «De Schacher Sepp» entkommt dem Todesschuss ganz knapp. Als ihm «Beinli», der Tod, nochmals erscheint und ihn in den Himmel bittet, weigert sich der sture Sepp und gewinnt im Spiel zusätzliche 18 Lebensjahre! Erst als es schon zu spät ist, entdeckt Petrus die Unregelmässigkeit. Nun muss Beinli den Himmelsflüchtigen um jeden Preis zur ewigen Ruhe führen. Ein unterhaltsames Stück in der Dialektfassung von Rico Spring. Regie: Dani Schärli.